Mein Bild

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Der Ausdruck von diesem Bild ist so mannigfaltig, dass ich gar nicht erst in Versuchung komme es beschreiben zu wollen.

“Wenn man heute mit jemandem, der an solchen Dingen Interesse hat, zu diskutieren beginnt über die Möglichkeit einer Erkenntnis des geistigen Lebens in Verbindung mit der sinnlich-physischen Welt, so findet man im allgemeinen Entgegenkommen, so daß wenigstens die Frage aufgeworfen wird: Kann der Mensch durch irgendwelche Wege zu einer Art geistiger Erkenntnis kommen? – wenn es sich auch oftmals im weiteren Verlaufe zeigt, daß man nicht mehr zulassen will als eine Erkenntnis einer geistigen Welt ganz in allgemeinen Begriffen und Ideen, vielleicht in irgendeiner Form eines verschwommenen Pantheismus oder auch einer mehr oder weniger an das Mystische anklingenden Lebensauffassung: Wenn man dagegen dann so weit geht, wie mir das in meiner «Geheimwissenschaft» notwendig geworden ist, daß man zu schildern versucht eine wirkliche Kosmologie, eine Wissenschaft von Weltenwerden und Weltenentwickelung in einzelnen konkreten Gestaltungen, dann hört heute zumeist dem aufgeklärten Menschen gegenüber die Diskussion auf. Daß irgend jemand in unserer Zeit imstande sein könnte, aus irgendwelchen Erkenntnisuntergründen heraus etwas zu sagen über einen geistigen Ursprung der Welt, über geistig wirksame Kräfte in der Weltentwickelung, über die Möglichkeit, daß die Weltentwickelung wiederum in eine geistige Form des Daseins zurückkehre, nachdem sie ihre sinnlich-physische Phase durchgemacht hat, das wird, wenn es zum Beispiel in meiner «Geheimwissenschaft» in einzelnen konkreten Schilderungen auftritt, mehr oder weniger so angesehen, daß man dann mit dem, der so etwas behauptet, als aufgeklärter Mensch nicht mehr viel zu tun haben will. Denn man denkt ja wohl: Wenn sich jemand anheischig macht, über solche Dinge im einzelnen etwas zu sagen, dann ist er wohl im Grunde nahe daran, den Verstand zu verlieren; mindestens kann man sich nicht so kompromittieren, in die Diskussion solcher Einzelheiten sich einzulassen.” (Lit.GA 83, S. 135f)

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